Nikita Fahrnholz investiert in Farmako und wird Beiratsmitglied

Frankfurt am Main

Nikita Fahrnholz investiert in Farmako und wird Beiratsmitglied

  • Gründer von Book a Tiger und Lieferheld.de verstärkt Farmako
  • Erlöse fließen in Forschung und Entwicklung
  • Enormes Wachstum innerhalb von 18 Tagen: zweitgrößter Zulieferer Deutschlands
  • Hochregulierter Markt: komplexe Lizenzierungs- und Zertifizierungsverfahren11. April 2019, Frankfurt a.M. Nikita Fahrenholz, Gründer von Book a Tiger und Lieferheld.de, erwirbt für einen hohen sechsstelligen Betrag Anteile von Farmako und wird zukünftig Mitglied des Beirats. Nach dem Markteintritt im März ist Farmako deutsch- landweit bereits zweitgrößter Distributor von pharmazeutischen Cannabisprodukten. Gegründet im September 2018 hat das Unternehmen 40 Mitarbeiter und neben dem deutschen Hauptquartier in Frankfurt a.M. Niederlassungen in Großbritannien und Dänemark.Seriengründer Nikita Fahrenholz investiert einen sechsstelligen Betrag in Farmako. Seit März vertreibt das Unternehmen Cannabis- Produkte aus den Niederlanden an deutsche Apotheken. Mit den Erlösen deckt Farmako nach 18 Tagen am Markt die laufenden Kosten. Überschüssiges Kapital fließt unmittelbar in die Forschungs- und Entwicklungsarbeit.Im Februar 2019 hatte Farmako ein Patent beim Europäischen Patentamt angemeldet. Der Molekularbiologe Patrick Schmitt, Chief Science Officer (CSO) und Mitgründer von Farmako, hat einen Verfahren entwickelt, das durch Biosynthese über 180 verschiedene Cannabinoide wie THC oder CBD herstellt. Seit April forscht ein 14-köpfiges Team an dem Verfahren (Video). „Damit schlagen wir eine Brücke von Pharma zu Cannabis. Medikamente mit Cannabiswirkstoffen werden schlagartig standardisierbar und patentierbar“, sagt Sebastian Diemer, Mitgründer und Investor von Farmako. „Nikita verfügt über viel Erfahrung im Aufbau rasant wachsender Teams, das kommt uns jetzt zu gute.“ So wird Fahrenholz den Beirat Farmakos erweitern und dort auch seine Expertise als erfolg- reicher Seriengründer einbringen. Dies gilt insbesondere für Themen wie die globale Expansion, Finanzierung und Börsengang. 2017 ging Delivery Hero, das Lieferheld.de fünf Jahre zuvor aufgekauft hatte, an die Frankfurter Wertpapierbörse. Bis heute zählt Delivery Hero zu den größten europäischen Tech-Börsengängen. Inzwischen beläuft sich die Marktkapitalisierung auf rund 6,5 Milliarden Euro.„Marktführerschaft in Europa übernehmen“

    „Das rasante Wachstum just nach Markteintritt hat mir bestätigt, wie vielversprechend Markt und Unternehmen sind, und insbesondere, wie groß der Bedarf der Patienten an dringend benötigten Medikamenten ist“, sagt Nikita Fahrenholz. „Aktuell ist kein anderes Unternehmen in einer so guten Position, um in Europa langfristig die Marktführerschaft zu übernehmen. Besonders spannend: Bei Farmako handelt es sich nicht nur um ein Handelsunternehmen für pharmazeutisches Cannabis. Das große Potenzial liegt in der Forschung. Das von Farmako zum Patent angemeldete biosynthetische Produktionsverfahren von Cannabinoiden wird die Industrie komplett auf den Kopf stellen.“ Aktuell erhalten Patienten noch natürliche Cannabisblüten und -extrakte. Die Produk- tionskosten für Cannabismedikamente können durch Farmakos biosynthetischen Herstellungsprozess auf ein Tausendstel fallen. Außerdem sind die Medikamente dann standardisierbar.

    Ähnliches Wachstum wie bei Tech-Unternehmen, aber frühe Cash-Flow

    „Viele deutsche Risikokapitalgeber haben den pharmazeutischen Cannabismarkt gar nicht richtig auf dem Schirm”, sagt Sebastian Diemer. Bislang gibt es hierzulande keine einzige Finanzierungsrunde mit bekannten VCs. „Die Dynamik ist im Cannabis-Markt zwar ähnlich wachstumsorientiert wie bei typischen Tech-Geschäftsmodellen. Wenn man schlau vorgeht, braucht man aber nicht, wie etwa ein SaaS-Unternehmen, zig Millionen Euro, um die Kosten zu decken – als Unternehmer ist das eine viel angenehmere Situation”, so Diemer. „Für mich ist Farmako eine Lebensaufgabe. Ich bin auch operativ mit Herzblut bei der Sache, um europaweit in diesem jungen, äußerst dynamischen europäischen Markt die Nummer eins zu werden.“

Farmako, gegründet im September 2018, ist im März 2019 in den Markt eingetreten und binnen 18 Tagen zum zweitgrößten Zulieferer von pharmazeutischen Cannabisprodukten in Deutschland aufgestiegen. Bislang erhielt Farmako Cannabisprodukte aus den Niederlanden. Ein kürzlich abgeschlossener Importvertrag sichert dem Unternehmen die Lieferung von bis zu 50 Tonnen Cannabisblüten und -extrakten durch Pharmacann Polska in den nächsten vier Jahren zu. Dadurch ist Farmako in Deutschland eines der wenigen Unternehmen, das über ausreichend Nachschub an pharmazeutischem Cannabis verfügt, um europäische Apotheken zuverlässig und kontinuierlich zu beliefern. „Aktuell sind die Engpässe so groß, dass deutsche Apotheken Patienten nicht bedienen können. Schätzungsweise ist der Markt gerade einmal zu 40 Prozent abgedeckt”, sagt Niklas Kouparanis, Geschäfts- führer und Gründer von Farmako.

Markteintritts-Barrieren: Regulierung, Lizenzierung, Zertifizierung

„Wir haben uns in diesem komplexen und hochregulierten pharmazeutischen Markt mit einem beeindruckenden Tempo gegen Wettbewerber durchgesetzt. Die größten Markteintrittsbarrieren sind Lizenzierungsverfahren, etwa die Zusammenarbeit mit Behörden verschiedener Länder im Bereich Import und Export, oder die Zertifizierung der pharmazeutischen Produkte, die höchsten EU-GMP-Standards entsprechen muss. Hier haben wir bewiesen, absolut sauber und zügig zu arbeiten“, sagt Niklas Kouparanis.

In Kanada sind etliche Cannabis-Firmen entstanden, die bereits Milliarden wert sind. Der Markt ist dort innerhalb von drei Jahren von 170 Millionen auf 30 Milliarden Euro gewachsen. In Deutschland ist pharmazeutisches Cannabis seit 2017 legal. Die Unternehmens- berater von Prohibition Partners erwarten, dass der europäische Markt 2028 58 Milliarden Euro wert sein wird .

„In Kanada sind börsennotierte Unternehmen bereits das zigfache ihrer erwirtschafteten Gewinne wert. In Europa haben sie Patienten und Apotheken in den vergangenen Wochen aber im Stich gelassen. Dies war auch ein Grund dafür, dass wir innerhalb kurzer Zeit signifikante Marktanteile gewinnen konnten ”, sagt Kouparanis. „Wir stehen mit Farmako für europäisches Cannabis für europäische Patienten. Das ist natürlich nicht für jeden x-beliebigen VC spannend, sondern für Experten für Health oder Bio- tech oder eben für erfahrene private Investoren wie Nikita Fahrenholz. Typische Series A, B und C Runden gibt es aufgrund der frühen signifikanten Umsätze nicht.“ Bereits für die Seed-Finanzierung hatte Farmako mit Heartbeat Labs einen Partner mit hoher Expertise im Health-Bereich gewonnen.

Über Farmako

Die Farmako GmbH ist ein forschendes Pharmaunternehmen mit Sitz in Frankfurt. Dabei setzt das Unternehmen auf die Distribution von pharmazeutischem Cannabis und auf Forschung, um den Forschungsrückstand im Bereich von pharmazeutischem Cannabis aufzuholen. Farmako plant, in diesem Markt ein vertikal integrierter Marktführer in jedem europäischen Land mit entsprechender gesetzlicher Grundlage zu werden. Bereits jetzt hat Farmako Niederlassungen in Deutschland, Dänemark und Großbritannien.

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